L-Boots

Mit L-Boots werden die Vorteile von Hufschuh und Rehe-Beschlag vereint.

Die schmerzende Hufspitze und die Sohle werden entlastet, denn der Huf steht auf dem Tragrand (und zugleich auf einem herausnehmbaren Strahlpolster), ähnlich wie man es von einem Rehebeschlag kennt.
Hufeisen Strahlpolster
Das Strahlpolster kann entfernt werden. Ob es entnommen werden soll/kann, ist mit dem örtlichen Tierarzt und/oder Hufschmied abzustimmen.
Der Schuh kann jederzeit zur Behandlung und Versorgung des Hufes entfernt werden.
Durch die offene Bauweise des Schuhes kann der Huf mit Feuchtigkeit bzw. Wasser in Kontakt kommen und trocknet nicht aus, d.h. er bleibt elastisch. Zugleich ist durch diese offene Bauweise eine Durchlüftung des Schuhes vorhanden.

L-Boots sind primär zur Unterstützung bei Hufproblemen gedacht.
Sie sollen den schmerzenden Huf entlasten und somit den Schmerz lindern.
Ein Pferd, welches schmerzfrei auf seinen Hufen stehen kann, benötigt L-Boots nicht.
Insofern ist eine Verwendung unter starker Beanspruchung wie z.B. die Bewegung in den Gangarten Trab und Galopp, sowie Ausritte im Gelände, nicht vorgesehen.
L-Boots entlasten den Huf im Stall und auf dem Paddock.

Zum nachrüsten herkömmlicher Hufschuhe bieten wir ein Inlay an, welches einfach in den vorhandenen Hufschuh eingelegt und falls erforderlich mit beidseitigem Klebeband fixiert wird.

L-Boots und Inlay wurden von uns entwickelt. Herstellung und Vertrieb erfolgen ausschließlich durch uns.

L-Boots bestehen aus dem eigentlichen Schuh und einer vorderen Gamasche, welche einfach eingeknöpft wird.

L-Boots gibt es derzeit in den Größen 8, 9, 10, 11, 12 und 13. Diese Größen bezeichnen die innere Breite des Schuhes in cm. Die Länge der L-Boots beträgt 10 mm mehr als die Breite. (als Beispiel: unser Deutsches Classic Pony mit Stockmaß 1,06 m hat 9,5 cm breite Hufe = Größe 10)

Die Maße der Hufe bitte nicht nach dem ausschneiden der Hufe messen, sondern vorher. Der Schuh soll schließlich bis zum nächsten Hufbearbeitungstermin passen. Ein zu eng gemessener Schuh kann durch den wachsenden Huf beschädigt werden.
Der hintere Riemen verläuft zwischen Ballen und Fessel. Hier ist auf das richtige Maß zu achten, damit weder Ballen noch Fessel Druck- oder Scheuerstellen bekommt.
Nachstehend dazu ein Bild mit dem Maß der Schuhhöhe am Beispiel Größe 10. Die Oberkante des Schuhes liegt unter der Fessel bei rd. 9 cm. Da der Riemen ca. 2 cm breit ist, liegt die Unterkante des Riemens bei rd. 7 cm, was wiederum der maximal möglichen Ballenhöhe entspricht.
Im Zweifelsfall stimmen Sie bitte Ihre Maße vor der Bestellung mit uns per email ab.
Schuhhöhe Fesselriemen

L-Boots sind in 11 verschiedenen Farben erhältlich und können beliebig miteinander kombiniert werden. Bei der Bestellung bitte die Farben für Schuhe und Gamaschen gesondert angeben (auch wenn beide Teile in gleicher Farbe sein sollen).

einfarbig bunt gemischt

Während schwarz, weiß und grau „volle“ Farben sind, haben alle anderen Farben eine Transparenz.

L-Boots bestehen aus thermoplastischem Polyurethan, welches weich und widerstandsfähig zugleich ist. Dieses Material ist dermatologisch unbedenklich.
Jeder Schuh und jede Gamasche werden als 3d Druck im FDM Verfahren hergestellt. Das kann zu Einschlüssen oder Unebenheiten an der Oberfläche führen, welche keine Qualitätsmängel darstellen. Es handelt sich hierbei um herstellungsbedingte optische Abweichungen, welche keine Fehler oder Wertminderung darstellen.
Das Material ist pflegeleicht und kann auch bei starker Verschmutzung einfach abgebürstet oder abgewaschen werden.
Matschfüsse Matschschuhe


Verwendungszweck:

Hufrehe

Zur Entlastung der schmerzenden Hufspitze ist im vorderen Bereich des Schuhes das eingearbeitete "Eisen" ausgespart. Dadurch wird beim auftreten ein Druck von unten auf die Hufspitze vermieden, der Schmerz wird reduziert. Im hinteren Bereich des Schuhes steht der Strahl auf einem Polster. Dieses Polster ist passgenau hergestellt und kann einfach ein- bzw. ausgeclipst werden. Dieses Kunststoffbauteil ist mit einem Vlies überzogen. Der Zwischenraum zwischen Vlies und Strahlsohle wird mit Schafwolle ausgestopft, so das der Strahl kraftschlüssig und formgenau gestützt ist.
Eisen mit Strahlpolster

Hufbeinrotation

Hier wird ebenfalls die schmerzende Hufspitze entlastet, zudem wird der Bereich unter dem Hufbein ausgespart, so das der Druck auf die Hufsohle vermieden wird. Die Lastabtragung findet rund um das Hufbein über die Hufwand und den hinteren Sohlenbereich, sowie über den Strahl statt. Die Konstruktion mit Strahlsohle und Vlies ist identisch mit der unter "Hufrehe" beschriebenen Konstruktion.
Eisen mit Strahlpolster

Strahlfäule

Im Falle einer ausgeprägten, schmerzhaften Strahlfäule kann das Strahlpolster einfach herausgenommen werden, so das kein Druck auf den Strahl entsteht. Durch die offene Bauweise des Schuhes findet eine Durchlüftung statt und der Strahl kann austrocknen (das ersetzt nicht die fachkundige Behandlung der Strahlfäule, sondern wirkt unterstützend und schmerzlindernd)
Hufeisen

Hufgeschwür

Bei einem aufgeschnittenen Hufgeschwür entweicht der Druck und der Schmerz lässt nach. Der Schnittkanal wird im allgemeinen mit Watte vor dem eindringen von Schmutz geschützt. Die Watte wird gegen herausfallen mit Panzertape fixiert. Es besteht aber das Problem, das beim auftreten auf den Boden das Panzertape durchscheuert und die Watter herausfällt. Hier kann der Schuh mit einem weichen, durchgängigen Sohlpolster verwendet werden. Da das Panzertape bei Verwendung des Schuhes keinen Abrieb auf dem Boden hat, reduziert sich die Gefahr des durchscheuerns erheblich.
Sohlenpolster

Umstellung von Eisen auf Barhuf

Bei der Umstellung von Hufeisen auf Barhuf geht das Pferd zunächst "fühlig". Da die Hufeisen entfernt wurden und das Pferd mit dem Huf direkt auf dem Boden steht, stehen die Hufe nicht mehr über Gegenständen, welche auf dem Boden liegen (z.B. Steine), sondern die Sohle hat nun Kontakt mit diesen Gegenständen. Diese ungewohnte Belastung auf die empfindliche Sohle führt von leichtem Schmerz bis hin zu schmerzhaften Prellungen. Für die Übergangszeit, bis sich die Hufsohle an den Bodenkontakt gewöhnt hat, kann der Hufschuh mit einem weichen, durchgehenden Sohlpolster verwendet werden. Die Konstruktion ist identisch mit dem unter "Hufgeschwür" beschriebenen.
Sohlenpolster